Readiness-Workshop gibt Tipps für den nächsten Wachstumsschritt
Was ändert sich, wenn ein Start-up wächst und an der Schwelle zum Scale-up steht? Und wie umgehen mit diesen Veränderungen? Ein Workshop der Readiness-Reihe des StartHub Hessen lieferte wertvolle Hinweise.
© Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft / Florian Albinger
Wenn ein Start-up erfolgreich ist und wächst, bedeutet das für das Team unweigerlich große Veränderungen. Egal in welcher Branche und ob ein Produkt oder eine Dienstleistung angeboten wird: Steigen Umsatz und Zahl der Kunden, sollen neue Produkte entwickelt oder Märkte erschlossen werden, wächst in der Regel auch die Mitarbeiterzahl im Start-up. All das hat Auswirkungen, auf den Fokus und die verfolgten Projekte, auf die Unternehmenskultur. Und auch die Rolle der Gründer und Gründerinnen verändert sich irgendwann - weg von einer rein operativen, auf eine mehr strategische Ebene. Wie umgehen mit all diesen Veränderungen? Genau dieser Frage widmete sich der Scale-up Readiness-Workshop, initiiert vom StartHub Hessen und durchgeführt in Kooperation mit der Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Fulda.
Experte für Strategie und Transformation für Start-ups und Scale-ups referiert
Als Referent stand Jürgen H. Thiel den zwölf Gründerinnen und Gründern Rede und Antwort. Thiel verfügt über langjährige internationale Management- und Vertriebserfahrung in der IT- und Softwarebranche und hat sich als Gründer einer Consulting-Firma auf Strategie, Transformation, Go to Market und Organisationsentwicklung für Start-ups und Scale-ups spezialisiert.
Fokussierung und Priorisierung sind entscheidende Faktoren für erfolgreiches Wachstum
Ein zentraler Rat von Thiel für angehende Scale-ups: Fokussierung und Priorisierung. "Wachstum erzeugt viele Chancen", betont Thiel. Um den Wachstumspfad erfolgreich zu beschreiten, gelte es, sich aus diesen vielen Möglichkeiten auf die wirklich passenden Optionen zu konzentrieren. Dabei könnten ein übergeordnetes Leitbild und klar formulierte Ziele helfen.
Start-ups bringen ihre eigenen Perspektiven ein
Im Rahmen von Diskussionen brachten die beteiligten Start-ups beim Workshop auch immer wieder ihre eigene Perspektive ein. Eine spannende Erkenntnis: Obwohl die Start-ups in sehr unterschiedlichen Bereichen tätig waren, von Software über Industrie bis in den Finanzbereich, standen die Teams durchaus vor ähnlichen Herausforderungen. Etwa, wenn es um Preisgestaltung, Marketing oder Mitarbeiterakquise ging.
Lösungswege für Herausforderungen und Problemlagen
Im gemeinsamen Austausch, der auch in den Pausen fortgesetzt wurde, zeigten sich die Start-up-Teams beim Readiness-Workshop ergänzend zum fachlichen Input von Referent Thiel gegenseitig Lösungswege für Herausforderungen und Problemlagen auf. Entsprechend positiv fiel am Ende das Fazit der beteiligten Teams aus. "Eine gute Grundlage, um unsere Struktur darauf aufzubauen", sei der Workshop gewesen, betonte eines der Start-up-Teams. Andere Gründer betonten, dass Thiel mit seinem Input "genau die richtige Tiefe für so ein diverses Publikum" geboten habe.
Beim nächsten Workshop der Readiness-Reihe, der am 18. März in Darmstadt stattfindet, wird es um das Thema Verhandlungen gehen. Anmeldungen für den Verhandlung Readiness-Workshop sind ab sofort (und noch bis zum 11. März) möglich.
Die Readiness-Workshops sind eine Workshop-Reihe, initiiert durch den StartHub Hessen. Es handelt sich um inhaltlich voneinander unabhängige Ein-Tages-Workshops zu unterschiedlichen Themen. Ziel der Readiness-Workshops ist es, gründerrelevantes Wissen zu vermitteln, Wissenslücken bei Gründerinnen und Gründern zu schließen und so hessische Start-ups zu unterstützen. Die Workshops finden in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern des hessischen Start-up-Ökosystems in Präsenz an wechselnden Orten in Hessen statt. Die Koordination und Finanzierung der Workshopreihe übernimmt das StartHub Hessen als Projekt der Hessen Trade & Invest GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum.

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